Aktuelles

13. September 2026

Wahl des Gemeinderats Adelebsen

7.September 2026

Stellungnahme zum Post von Herrn Vogelsang auf Crossiety vom 5.9.26

Screenshot Vogelsang-Text
Posting von Andreas Vogelsang auf Crossiety https://crossiety.app/news_cards/1707433

Es gibt zwei Bürgerinitiativen, eine in Güntersen, eine in Lödingsen, woraus sich auch zwei Wählergemeinschaften gebildet haben, die Liste Adelebser Dörfer LiAD und die Bürgerliste für Adelebser Bürger BAB. Aber das ficht Herrn Vogelsang nicht an, er feuert mit Breitseite gleich gegen beide.

Einen Wahlkampf sollte man mit Argumenten führen.

Dem kann ich nur zustimmen, Herr Vogelsang. Und wenn sich dann auch alle daran halten, wäre es kaum auszuhalten.

„Das ist bereits gegen die Bürger beschlossen.“

Das werden Sie von mir oder meinen MitstreiterInnen nicht gehört haben. Aber ich möchte Ihnen sagen, dass ich das in meinen Gesprächen mit den Bürgern auf der Straße oder an der Haustür des öfteren gehört habe. Und dann halten Sie da mal dagegen! Nicht einfach, aber wir haben es mit Kräften versucht, da wir ja kandidieren, um politisch Einfluss zu nehmen. Aber es ist leider ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen in eigentlich demokratische Prozesse nicht mehr sehr groß ist. Auf Nachfrage kam dann in abgeänderter Form immer wieder der Satz „Geld regiert die Welt“ oder „Wir Kleinen haben doch sowieso nichts zu sagen.“

„Der alte Rat muss weg.“

Die Formulierung ist mir nicht bekannt und sie ist sicher nicht schön, aber ich würde es jetzt nicht als übergriffig oder einen Affront bezeichnen. Wir stehen vor einer Wahl. Da geht es darum, die Zusammensetzung des Rats zu verändern, natürlich. Oder warum kandidieren Sie? Damit alles so bleibt?

Ganz offensichtlich wollen zumindest einige der Kandidaten der BI vor allem eines – ihre eigenen Interessen vertreten…

Ja natürlich. Weshalb gründet man sonst eine Bürgerinitiative? Weil man direkt von irgendwelchen Prozessen betroffen ist. Aber an dem Punkt bleibt man nicht stehen, denn wenn man beginnt, sich zu engagieren, dann macht man das auch für die Nachbarn drumherum, die vielleicht schon zu alt sind, das alles auf sich zu nehmen, oder die neben Beruf, Familie und Nebenerwerb keine Zeit dafür finden. Und dann macht man es für das Dorf, das von diesen Prozessen direkt betroffen ist. Mit dem Entschluss, eine Wählergemeinschaft zu bilden, haben wir uns natürlich auch mit anderen Themen beschäftigt, die für die einzelnen Dörfer aber auch für die Entwicklung der Gemeinde insgesamt von Bedeutung sind. Wenn Sie sich unser Wahlprogramm ansehen, werden Sie sie finden.

Auf den Ablauf des Verfahrens müssen wir wohl nicht noch einmal eingehen. Da wurden bereits viele Meinungen ausgetauscht. Uns aber nun Totalitarismus vorzuwerfen, das geht doch zu weit. Ich will es hier gern noch einmal und noch einmal wiederholen: 

Wir betreiben keine Verhinderungspolitik, da wir uns den Erfordernissen der Energiewende stellen wollen. Dazu gehört aber, sich erst einmal darüber klar zu werden, wieviel man wovon denn braucht und wieviel die Gemeinde verkraften kann. Das wurde nie gemacht. Dann kann man über eventuell geeignete Standorte nachdenken. Und dann können Gespräche mit Grundstückseigentümern und Investoren beginnen. Hört sich das nach Verhinderungspolitik an?

… es wird halt nicht besser, wenn man eine Halbwahrheit an die vorangegangene reiht.

Sie führen eine Studie der Bayrischen Naturschutzakademie von 2024 an. Leider ist die Quellenangabe sehr lückenhaft. Meinen Sie: Trautner, J., Attinger, A. & Dörfel, T.: Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Naturschutz – Feststellungen und Empfehlungen aus einer Orientierungshilfe für die regionale Planung. – Anliegen Natur 46(1): 5–14? Sie verkürzen die Zusammenfassung sehr und schreiben, die Artenvielfalt würde um Faktor 10 ansteigen. Ein Narr, wer das bestreiten will! Natürlich kommt es zu einer Erhöhung der Artenanzahl. Wir reden von momentan konventionell genutzten Äckern. Aber wir dürfen auch nicht so tun, als ob wir unter diesen Anlagen dann ein grünes Paradies hätten. Die o. g. Studie fasst gleich am Anfang zusammen: „Der vorliegende Beitrag gibt eine Übersicht und geht exemplarisch auf wichtige Ergebnisse und Empfehlungen ein: PV-FFA stehen im Widerspruch zu vorrangigen Zielen des Naturschutzes und des Biotopverbunds im Offenland.“ Vieles hängt von Bauweise und Layout einer Anlage ab, aber das würde jetzt hier zu weit führen.

Geht wählen, aber lasst euch nicht an der Nase herumführen.

Das verbitte ich mir dann doch, das geht zu weit. Ich führe niemanden an der Nase herum. Und falls Sie mich ja gar nicht damit gemeint haben, macht es die Sache nicht besser. Darf ich Sie an Ihre anfänglichen Ausführungen erinnern? Einen Wahlkampf sollte man mit Argumenten führen.

Mit freundlichem Gruß

Astrid Röben für die Liste Adelebser Dörfer LiAD

Laufend 

2. Entwurf des Teilplans Wind des Landkreises Göttingen, öffentliche Auslegung ist beendet, Ergebnisse der Auslegung sind noch nicht bekanntgegeben worden

Auch diese Planung betrifft die Gemeinde Adelebsen in erheblichem Maß (siehe Karte). Zusätzlich zu den bereits vorhandenen 4 Windrädern in Güntersen, die „repowert“ werden sollen (durch neue und noch höhere Windräder ersetzt), ist ein übermäßig großes Vorranggebiet nördlich von Barterode geplant. Was bei den Planungen des Landkreises leider völlig unberücksichtigt bleibt, sind die Pläne von Herrn Wolff Metternich, am Roten Weg mehrere Windräder errichten zu lassen (auf der Karte ist der ungefähre Standort rot eingekreist). 

Anschließend an die geplante Vorrangfläche in Barterode kommt dann auf dem Weg nach Göttingen das durch die Stadt Göttingen geplante Vorranggebiet in Esebeck. 

planung wind
Genehmigungsverfahren für 2 riesige Freiflächen-PV-Anlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Adelebsen mit insgesamt 110 ha PV-Modulen (am Dorfrand von Güntersen und rund um den Stapelberg zwischen Wibbecke und Lödingsen). 

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit ist beendet, eine Synopse des Planungsbüros liegt auch nach 8 Monaten noch nicht vor. Diese Anlagen sollen zusätzlich zu der bereits bestehenden Anlage von 13 ha am Ortsrand von Adelebsen errichtet werden. 

Das ist eine unzumutbare Konzentration von Energieerzeugungsanlagen in der Gemeinde Adelebsen. 

August 2026

Der Wahlvorschlag „Liste Adelebser Dörfer“ LiAD wurde eingereicht. Flyer und Wahlkampfposter werden vorbereitet und verteilt. 

Juni / Juli 2026

Die Bürgerinitiative beschließt, einen Wahlvorschlag für die Wahl des Gemeinderats Adelebsen im Rahmen der Kommunalwahl 2026 einzureichen. Da nicht nur überdimensionierte PV-Anlagen in Adelebsen geplant werden, sondern auch eine große Vorrangfläche für Windkraftanlagen zwischen Barterode, Wibbecke und Esebeck, wird Barterode Teil unserer Bürgerinitiative und des Wahlvorschlags für die Kommunalwahl. 

Januar 2026

Stellungnahme der Bürgerinitiative Güntersen auf eine Briefwurfsendung des Investors EDF hin, die voller Falschaussagen war, nachzulesen hier.

04.02.2026

Treffen mit der CDU-Ratsfraktion zu den geplanten PV-Anlagen 

Leider war auch hier keine Einsicht zu erkennen, dass die geplanten Anlagen überdimensioniert sind und am falschen Standort geplant werden

16.12.2025

Artikel im Göttinger Tageblatt erscheint.

26.11.2025

Sitzung des Bauausschusses in Adelebsen

Übergabe von 395 Einsprüchen und Stellungnahmen zum Planungsverfahren allein aus Güntersen, insgesamt sind bei der Gemeinde ca. 1500 Einsprüche und Stellungnahmen eingegangen

24.09.2025

Infoveranstaltung für die Günterser Bürger und Bürgerinnen in der örtlichen Turnhalle, um über den Verlauf des Genehmigungsverfahrens zu informieren und zu erläutern, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um Einsprüche an die Gemeinde zu senden. 

Die Bürgerinitiative informierte noch einmal über die Details der geplanten Anlage und über die Auswirkungen auf das Dorf und die Gemeinde. 

09.09.2025

Sitzung des Bauausschusses in Adelebsen

Es waren so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, dass der Sitzungssaal im Rathaus gar nicht ausreichte. Unserer Bürgerinitiative wurde gestattet, ihren Standpunkt in einem Redebeitrag darzulegen. 

26.08.2025

Beginn der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit mit Auslegung der Unterlagen

20.08.2025

Einladung an die Bürgerinnen und Bürger von Güntersen zu einem Ortstermin, um sich die Ausmaße der geplanten Fläche vor Augen zu führen und um Argumente auszutauschen

14.07.2025

Einladung an die Ratsfraktion der SPD zu einer gemeinsamen Flächenbesichtigung 

Die meisten Ratsmitglieder hatten die Fläche vorher noch gar nicht gesehen und waren erstaunt über die Ausmaße. An der Weiterführung des Genehmigungsverfahrens wollte man aber trotzdem festhalten. 

16.06.2025

Ortstermin in Güntersen mit den Ratsmitgliedern von Bündnis 90 / Die Grünen

Die Fläche wird als zu groß empfunden, eine etwas kleinere Anlage mit einigen Anpassungen könnte man sich an diesem Standort aber vorstellen. Das Genehmigungsverfahren soll fortgesetzt werden. 

Juni 2025

Haustürbefragung der Günterser Bürger mit dem Ziel, ein Meinungsbild zu erstellen

Ergebnis: Von 306 befragten Personen (=65 % der Wahlberechtigten) waren nur 12 Personen für die Anlage, 32 waren noch unentschlossen und beeindruckende 262 Bürger lehnten das Projekt klar ab. 

Mai 2025

Verteilen von Infoblättern in Güntersen und Eberhausen, um alle Bürger über die Pläne am Dorfrand zu informieren

28.04.2025 

Gründung der Bürgerinitiative „Keine Freiflächen-Photovoltaikanlage FFPV am Dorfrand von Güntersen“

April 2025

Bürgerversammlung in der Kirche von Güntersen zur Information über die in Lödingsen vorgestellten Planungen

Die Mehrheit der Anwesenden spricht sich vehement gegen diese Pläne aus. Einige Anwesende erklären sich bereit, gegen dieses bereits laufende Genehmigungsverfahren aktiv zu werden. 

Oktober 2024

Infoveranstaltung der Firma EDF in der Turnhalle von Lödingsen zur Errichtung von 2 Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit einer Größe von insgesamt 110 ha

Die Information über diese Veranstaltung erreichte viele Bürger nur per Mundpropaganda. Eine Benachrichtigung in Form einer Briefwurfsendung durch die Gemeinde, den Investor oder den Grundstückseigentümer gab es nie.